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News + Veranstaltungen

Buchvernissage Performance-Chronik Basel (1987–2006)

08.12.2016, 18:00

Galerie Stampa
Spalenberg 2
4051 Basel
Schweiz

Die Sammlung (1987–2006) – Performance Chronik Basel – Band II

26.01.2017, 19:00

Kaskadenkondensator
Burgweg 7
4058 Basel
Schweiz

Philosophisches Café extra: Joseph Vogl und Wolfgang Streeck im Gespräch

15.12.2016, 19:00

Freie Akademie der Künste
Klosterwall 23
20095 Hamburg
Deutschland

Aktuell

Später, als er auf seinem Balkon saß und den Hund aß, dachte Dr. Robert Laing über die außergewöhnlichen Ereignisse nach, die sich während der vergangenen drei Monate in diesem riesigen Apartmentgebäude zugetragen hatten. Jetzt, da sich alles wieder normalisiert hatte, überraschte es ihn, dass es keinen offenkundigen Anfang gegeben hatte, keinen Punkt, von dem ab ihr Leben in eine deutlich unheilvollere Dimension eingetreten war. Mit seinen vierzig Stockwerken und tausend Apartments, seinem Supermarkt und seinen Swimmingpools, seiner Bank und seiner...

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Aktuell

Elena Esposito

Könnte die Zukunft nicht gegenwärtig sein? Wie und wo? Wenn wir kurz darüber nachdenken, sehen wir sofort, dass die Zu­kunft immer nur in der Gegenwart und nirgendwo sonst existiert, aber als etwas, das es (noch) nicht gibt.
 Die Realität der Zukunft (wie die der Vergangenheit) ist diejenige eines Horizonts der Gegenwart. Im aktuellen Zeitpunkt (der einzige, der existiert und vollständig real ist) projizieren wir rückwärts und vorwärts die Horizonte der Vergangenheit und der Zukunft: das, was wir erinnern, und das, was wir erwarten; die Vergangenheit, die es nicht mehr gibt, und die Zukunft, die noch nicht da ist – die aber beide für den Sinn der Gegenwart unabdingbar sind. Wie alle Horizonte zieht sich die Zukunft in die Ferne, je näher wir uns nähern, indem sie vorwärts rückt und unerreichbar bleibt. Sie bleibt immer nichtgegenwärtig.


Die Zukunft ist nie gegenwärtig, existiert aber nur in der Gegenwart – als ihre Projektion. Wenn wir von der Zukunft reden, reden wir eigentlich immer von der Gegenwart: von ihrer Art, mit den vorhandenen Möglichkeiten umzugehen, von ihrer Offenheit und ihren Einschränkungen. Jede Gegenwart hat ihre Zukunft, von der ausgehend das entwickelt wird, was zu einem späteren Zeitpunkt real ist. Deshalb, wie ich bereits erwähnte, ist der Titel dieses Buches so gelungen: Die Gegenwart der Zukunft ist die einzige Realität der Zukunft, aber dennoch ist die Formulierung informativ – als ob die Zukunft anders sein könnte, als ob sie irgendwo anders wäre.


Diese Ambiguität macht das Thema...

Magazin
  • NO W HERE

    Eine Carte Blanche für Künstler, Autoren, Denker, einen Leerraum zu besetzen und eine Atempause zu markieren.

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    Fortlaufender Glossar des Vorstellbaren

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    Auf der Suche nach einer Werkform in der einzigen Verdichtung auf die Exaktheit einer Zahl: 1000 Wörter
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    Versuchen, was das sein könnte, seit Montaigne noch immer.

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Neuerscheinungen

Kunst

Kunst

The Cube, as we can see, isn’t one. It is an ­irregular polyhedron which catalogues describe as having twelve sides — that nice figure, twelve, a destinal figure if ever there was one, which willfully evokes Mallarmé’s throw of the dice, at the very moment that the clock strikes twelve at midnight, in the dark house of Igitur. One can imagine that Giacometti wanted to give a unique volume to the twelve facets — six and six — of two cubes added together: a unique architecture...

  • abstrakte Kunst
  • Gesicht
  • Alberto Giacometti
  • Kunsttheorie
  • Kunstgeschichte
Bücher

Literatur

Literatur

McSorley’s occupe le rez-de-chaussée d’un immeuble en briques ­rouges au 15 Seventh Street, tout près de Cooper Square, où se termine le quartier de Bowery. C’est le plus vieux saloon de New York, ouvert en 1854. En quatre-vingt-huit ans, il a eu quatre propriétaires – un immigrant irlandais et son fils, un policier à la retraite et sa fille –, et ils se sont tous opposés au moindre changement. Il a été électrifié, mais le bar est obstinément éclairé par...

Magazin

Georges Perec

Auf der anderen Seite der Straße sind drei Tauben lange reglos auf dem Dachgesims sitzen geblie­ben. Über ihnen, zur Rechten, raucht ein Schorn­stein; verfrorene Spatzen sitzen hoch oben auf den Regenrinnen. Unten auf der Straße herrscht Lärm.


Montag. Neun Uhr morgens. Ich schreibe schon seit zwei Stunden an diesem Text, den ich seit langem versprochen habe.


Die erste Frage ist sicherlich die folgende: warum habe ich bis zum letzten Augenblick gewartet? Die zweite: warum dieser Titel, warum dieser Anfang? Die dritte: warum fange ich damit an, dass ich diese Fragen stelle?


Was ist eigentlich so schwierig? Warum fange ich mit einem Wortspiel an, das so hermetisch ist, dass nur eine kleine Anzahl meiner Freunde darüber lächeln muss? Warum fahre ich mit einer Beschreibung fort, die so gespielt neutral ist, dass jeder versteht, dass ich nur deshalb so früh aufge­standen bin, weil ich sehr im Rückstand war, und weil es mir peinlich ist, dass ich im Rückstand bin, während doch ganz klar ist, dass ich nur des­halb im Rückstand bin, weil mir gerade der Grund für die wenigen nun folgenden Seiten peinlich ist. Es ist mir peinlich. Ich bin gehemmt. Die gute Frage ist die: warum ist es mir peinlich? Warum ist es mir peinlich, dass es mir peinlich ist? Werde ich mich dafür rechtfertigen müssen, dass es mir peinlich ist? Oder ist es mir peinlich, dass ich mich rechtfertigen muss?


Das kann lange dauern. Es gehört zum Wesen des Schriftstellers, dass er sein Sein...

Bücher

Diskurs

Diskurs

Im Vorspann jeder Episode der Serie Mad Men verliert der als Silhouette gezeichnete Don Draper (Jon Hamm) wörtlich den Boden unter den Füßen. Gerade hat er sein Büro betreten und den Aktenkoffer auf den Boden gestellt, da fallen die Zeichnungen von der Wand und die Möbel sinken in sich zusammen. Ganz plötzlich also befindet er sich im freien Fall und schwebt inmitten der Wolkenkratzer von New York Citys Midtown viele Stockwerke nach unten. Zuerst spiegelt er sich noch in den...

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Magazin

Mário Gomes

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar, denn Krieg und Literatur stehen nicht etwa in einem Verhältnis der Affinität, sondern in einem der Spannung und Überlagerung, was letztlich auch erklärt, weshalb einem Clausewitz sehr viel mehr über Literatur zu entnehmen ist als dem Gesamtbestand literaturwissenschaftlicher Publikationen. Wer die Ilias gelesen und Heraklit noch nicht vergessen hat, versteht, was gemeint ist. Der Vater aller Literaturen ist der Krieg – oder meinetwegen die Gewalt –, alles andere dagegen ist Sand, den man der geneigten Leserschaft in die Augen streut, Sand, der aus den Büchern regelrecht herausrieselt, wenn man nur...

Magazin

Alexander García Düttmann

The contemporary seems to be a rare animal that can rotate on its own neck and exhibit different faces, depending on whether we think of it as a given or an uncertain achievement, as an empty, abstract, deceptive present or a springboard into the past and the untimeliness of creation. But if the contemporary is indeed Janus-faced, even the sadness of an encounter with its emptiness, with the semblance of radicalism, must still relate to the excitement of leaping into “now time” or starting to write. Is the present not necessarily empty and therefore always a cause for sadness, also in the case when, in acquiring the sense, or developing the instinct, that is required to venture into the past’s “now time,” we begin to depart from it? In one of his last letters to a young poet, dating from 1904, Rilke distinguishes between two forms of sadness, or rather between two ways of being sad, low-spirited. Sadness that we are unable to bear, and that we carry around in a manner reminiscent of the contemporary that publicizes itself, recoils and becomes “unlived, spurned, lost life, of which [we] may die.” However, if it were possible for us “to see further than our knowledge reaches,” then, Rilke says, we would gain an awareness of sadness as a moment “when something new has entered into us, something unknown.” Our task would then consist in transforming the future. To the extent that...

Bücher

Wissenschaft

Wissenschaft

In seinem Essay »Circles« schreibt Ralph Waldo Emerson: »Our life is an apprenticeship to the truth, that around every circle another can be drawn; that there is no end in nature, but every end is a beginning; that there is always another dawn risen on mid-noon, and under every deep a lower deep opens.« Ein Ende als den neuen Anfang eines weiteren Zirkels zu verstehen, selbst mitten am Tag einen Morgen zu erahnen, folgt einer für die in diesem Band...

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Magazin

Judith Butler

I do not have much to say about why there is a return to ethics, if there is one, in recent years, except to say that I have for the most part resisted this return, and that what I have to offer is something like a map of this resistance and its partial overcoming which I hope will be useful for more than biographical purposes.1 I’ve worried that the return to ethics has constituted an escape from politics, and I’ve also worried that it has meant a certain heightening of moralism and this has made me cry out, as Nietzsche cried out about Hegel, “Bad air! Bad air!” I suppose that looking for a space in which to breathe is not the highest ethical aspiration, but it is there, etymologically embedded in aspiration itself, and does seem to constitute something of a precondition for any viable, that is, livable, ethical reflection.


I began my philosophical career within the context of a Jewish education, one that took the ethical dilemmas posed by the mass extermination of the Jews during World War II, including members of my own family, to set the scene for the thinking of ethicality as such. The question endlessly posed, implicitly and explicitly, is what you would have done in those circumstances, whether you would have kept the alliance, whether you would have broken the alliance, whether you would have stayed brave and fierce and agreed to die, whether...

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