Schwebende Gewässer ist ein poetischer Essay, der vier Objekte aus Pflanzenfasern miteinander verbindet: ein aus Schilf geflochtenes Todesfloß, das an der falschen Stelle an Land gespült wurde. Das goldene Muisca-Floß, welches die Legende von El Dorado heraufbeschwört. Amazonische Flöten aus Palmen, die nur von Männern gesehen werden dürfen. Und ein dünnes Blatt Papier, das für Aufzeichnungen im Museum verwendet wird.
Hernández-Pachón erkundet die verschiedenen Welten dieser Objekte. In etlichen Stimmen, solo und im Chor, erzählt sie, was Pflanzen enthüllen – und was sie verbergen. Sie fragt, was es bedeutet, zu besitzen, zu bewahren, loszulassen.