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Michail Ryklin: Verschwiegene Grenze

Michail Ryklin

Verschwiegene Grenze
Briefe aus Moskau 1995-2003

Translated by Dirk Uffelmann

with an afterword by Dirk Uffelmann

Hardcover with book-jacket, 288 pages

PDF, 288 pages

Rußland als »Laboratorium« weltweiter Entwicklungen

Seit Mitte der 1990er Jahre schreibt der russische Philosoph Michail Ryklin regelmäßig für die Rubrik »Korrespondenzen aus Moskau« in der Zeitschrift LETTRE International. Diese Briefe sind nun in ungekürzter Form erstmals in einem Buch versammelt, was es dem Leser ermöglicht, wie unter einem Brennglas knapp ein Jahrzehnt der unmittelbaren Vergangenheit aus der skeptisch-kritischen Perspektive des Philosophen Revue passieren zu lassen. Komplettiert wird der Band von einem Vorwort des Autors und einem Nachwort des Übersetzers Dirk Uffelmann zu Ryklins "Philosophie als Publizistik". Ausgangspunkt von Ryklins Reflexionen ist immer von neuem die Stadt Moskau, im äußersten Osten Europas gelegen, der Ort, an dem die Briefe verfasst, von dem aus sie geschickt sind, aber auch der Ort, an dem sich die Linien des Erlebens, der Beobachtung und der Kontextualisierung überschneiden, so dass »verschwiegene Grenzen« sichtbar werden: Grenzlinien, entlang derer sich die Wahrnehmung dessen, was fremd und was anders ist, verschieben. Nicht selten sind es Geschehnisse scheinbar alltäglicher Natur – etwa der Sturz eines Mannes auf dem Trottoir –, die Ryklin zu einer luziden Lektüre von Symptomen weitaus größerer Dimension führen. In dem vergangenen, von Wirtschaftskrise und Turbokapitalismus, Terrorismus und Repression, politischen Kehrtwenden und Tschetschenien-Krieg geprägten Jahrzehnt zeichnet Michail Ryklin ein Bild Russlands als »Laboratorium« weltweiter Entwicklungen.

  • contemporary history
  • cultural critic
  • society
  • 20th century
  • Russia

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Michail Ryklin

writer, essayist and philosopher, is one of the outstanding personalities of Russia‘s intelligentsia. He was born in Leningrad, studied at the Moscow State University (B.A. in Philosophy and Aesthetics) and at the Institute of Philosophy, Academy of Sciences (Ph.D. in History of Philosophy) in Moscow. He has been a senior researcher at the Institute of Philosophy, Academy of Sciences in Moscow and has had several appointments as visiting professor in the U.S. (Cornell University), Great Britain (Bristol University), Canada, Germany and France. Ryklin published numerous volumes on contemporary Russian art and literature and is specialised in the newest trends in philosophy. In Russia he stands for an intensive philosophical dialogue with Western Europe. He is editor and translator of Jacques Derrida, Michel Foucault and Theodor W. Adorno. In 1977 he published the first Russian edition of the »Moscow Diary« by Walter Benjamin.

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