User account

Friedrich Balke: »A Long History of ______.«
»A Long History of ______.«
(p. 106 – 123)

Schwerpunkt: Technik/Intimität

Friedrich Balke

»A Long History of ______.«
Literatur als Fragebogenlektüre bei Ernst von Salomon

PDF, 18 pages

  • digital media
  • media studies
  • philosophy of technology
  • media theory

My language
English

Selected content
English

Friedrich Balke

Friedrich Balke

is Professor of History and Theory of Artificial Worlds at the Bauhaus-University Weimar and spokesperson of the DFG-Research Training Group Media of History – History of Media. His areas of teaching and research focus on the cultural history of political sovereignty, governmentality and modern biopolitics, interrelations of media and forms of knowledge, aesthetic theory and French philosophy.

Other texts by Friedrich Balke for DIAPHANES
Gesellschaft für Medienwissenschaft (ed.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 15

Digitale Medien sind mehr als nur Vermittler gegenwärtiger Bedürfnislagen: Das Faszinosum des Tragbaren, des Nahtlosen oder des Intuitiven im Umgang mit Medien geht einher mit neuen körperlichen, kognitiven, ethischen, informations- und designtechnischen Facetten von Subjektivität. Solche Vorstellungen einer Nähe des Technischen erschöpfen sich nicht in den Rhetoriken von Marketingstrategien. Sie reichen bis in die Vorstellungen von dem, was ein autonomes Selbst sein soll. Technik erscheint in den Ausgestaltungen eines Autonomen und Persönlichen als so unmittelbar, dass sie an Semantiken der Intimität anschlussfähig ist. Bei dieser Umcodierung werden die Grenzen zwischen einem Technischen als Anderem und einem vermeintlich Intimen als körperlich, sozial und kognitiv Vertrauten verschoben. Das Heft nimmt Orte und Verfahren solcher Translationen in den Fokus. Sie treten mit der Miniaturisierung der Endgeräte und den damit einhergehenden Sozialdynamiken ebenso in Erscheinung wie mit der Implementierung algorithmischer Systeme in den Alltag. Intimität erweist sich hierbei nicht mehr allein als vertraute Umgangsform intersubjektiver Kommunikation, die ihren Hort im Privaten hat. Sie wird selbst zu einem strategischen Modus akzeptanzfördernder Operationalität.

Schwerpunkt-Redaktion: Michael Andreas, Dawid Kasprowicz, Stefan Rieger

Content