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Birgit Schneider: Textiles Prozessieren

Birgit Schneider

Textiles Prozessieren
Eine Mediengeschichte der Lochkartenweberei

Softcover, 336 pages

PDF, 336 pages

Fädenziehen im Maschinenraum des Bildes

Das zentrale Prinzip der frühen Informationsverarbeitung mittels Lochkarten entstand aus einem Kunsthandwerk, nämlich aus der Seidenweberei. »Die ersten Bilder, die von ihrem Bildkörper abgelöst wurden, um als Bildcode verarbeitet zu werden, waren Gewebe. Der Bildcode bestand aus einem Stapel gelochter Karten für die Verwendung im Steuerungsmechanismus eines Webstuhls und war hier noch begreifbar: das Bild, wenn es aus dem Stapel dieser Karten gewoben wurde, war ein textil-taktiles Produkt.«

Im Nachzeichnen einer Historiographie der Lochkarte gelangt die Autorin an einen Quellpunkt der Digitalisierung: Im Kontext der Höfe und insbesondere des absolutistischen französischen Hofes begann die Geschichte von Automatenbau, Kybernetik und Steuerung, zu deren Hauptprotagonisten die Musterweberei zählte. Weshalb gerade diesem Handwerk diese Rolle zukam, ist bislang noch nicht zum Gegenstand systematischer Erforschung geworden. Der reich bebilderte Band zeigt sowohl die technokulturellen Kontexte wie auch die ideengeschichtlichen Bedingungen elektronischer Bilder.

  • history of technology
  • handicraft
  • digitalization
  • silk weaving
  • history of media
  • 18th century
  • visual culture
  • cultural techniques
  • media studies

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Birgit Schneider

Birgit Schneider

holds the position of Dilthey Fellowship at Potsdam University. She studied Art History, Media Studies and New Media Art at Karlsruhe University of Arts and Design, Goldsmiths College London and Humboldt University Berlin. She had been research assistant at the »Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik« at Humboldt University Berlin. Her research focus is on the interrelation between Image Science, Cultural Studies and Media Studies: digital images; the theory and history of the technology of textiles and punch cards; maps and diagrams; camouflage – strategies of invisibility at the turn of the 20thcentury; the history of television and interference; graphical methods/diagrams; art history and media history of sound & vision. She furthermore works freelance as graphic designer and organises art projects on Sound & Vision as part of the »mikomikona« collective.

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