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Karin Krauthausen: Vom Nutzen des Notierens
Vom Nutzen des Notierens
(p. 7 – 26)

Verfahren des Entwurfs

Karin Krauthausen

Vom Nutzen des Notierens
Verfahren des Entwurfs

PDF, 20 pages

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Karin Krauthausen

Karin Krauthausen

focuses in her research on the techniques of imagination in literature, film and comic strips, and on manifestations of 19th- and 20th-century realism. She was research assistant with the collaborate research centre »Das Leben schreiben. Medientechnologie und die Wissenschaften vom Leben (1800-1900)« at Bauhaus University, Weimar (2005/2006) and as post-doctorate at the Max Planck  »Kunsthistorisches Institut in Florenz«. She currently works as a post-doc scholarship holder at the Max Planck Institute of the History of Science, Berlin and as a lecturer at Humboldt University, Berlin.

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Karin Krauthausen (ed.), Omar W. Nasim (ed.): Notieren, Skizzieren

Der dritte Band der Reihe »Wissen im Entwurf« ­beschäftigt sich mit Techniken des Schreibens und Zeichnens in jenen kreativen, herstellenden Zusammenhängen, die gemeinhin unter ›Entwurf‹ gefasst werden. Im Fokus steht also das Er- und Bearbeiten von noch Ungesagtem und Unsichtbarem auf Papier, ein Arbeiten mit Schreib- oder Zeicheninstrumenten in jenem Raum des Vorläufigen, den Notizen und Skizzen eröffnen.

Die Beiträge untersuchen die konkreten Verfahren, die in Notizheften und Skizzenbüchern von Künstlern, Philosophen und Wissenschaftlern zu entdecken sind. Das Entwerfen zeigt sich hier in dem tentativen oder systematischen Durchspielen verschiedener Variationen eines epistemischen Objekts; es zeigt sich als bewusstes Herstellen von ›Unlesbarkeiten‹, um durch diese Störung zu innovativem Formmaterial zu gelangen; es zeigt sich aber auch in der Suche nach neuen operativen Schriften oder Figurationen. Zu beobachten ist in all diesen Fällen, dass das Geschehen auf Papier ein Eigenleben zeitigt, das weder durch die Intentionalität des Schreibenden/Zeichnenden gedeckt ist noch in der Entwicklung auf ein Ziel aufgeht. Die Publikation macht diese eigene – mediale, zuweilen formale, immer aber konditionierende – Qualität an einem Panorama verschiedener Entwurfstechniken sichtbar.