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Dirk Setton: Ästhetik und Nichtwissen
Ästhetik und Nichtwissen
(p. 83 – 90)

Eine Antwort auf Astrid Deuber-Mankowsky

Dirk Setton

Ästhetik und Nichtwissen
Eine Antwort auf Astrid Deuber-Mankowsky

PDF, 7 pages

  • politics
  • aesthetics
  • religion
  • aesthetization

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Dirk Setton

Dirk Setton

is research assistant with the cluster of excellence »Die Herausbildung normativer Ordnungen« at the department of Philosophy at Goethe University, Frankfurt Main, and until 2009 used to be a member of the collaborate research centre »Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste«. His research focus is on Kant’s critical philosophy, the faculty of imagination and the image, on power and potentiality, and on irrationality. 

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  • Einleitung

    In: Ilka Brombach (ed.), Dirk Setton (ed.), Cornelia Temesvári (ed.), »Ästhetisierung«

Ilka Brombach (ed.), Dirk Setton (ed.), ...: »Ästhetisierung«

»Ästhetisierung« lautet das Schlagwort eines K­ritikgenres des 20. Jahrhunderts, das die Grenzen zwischen dem Ästhetischen und Nichtästhetischen in polemischer Absicht vermessen hatte: Von Benjamins Diagnose einer »Ästhetisierung des politischen Lebens« über Debords »Gesellschaft des Spektakels« bis hin zu den verschiedenen Spielarten der Post­modernekritik ging es darum, dominante Momente des Ästhetischen auszumachen, welche die Bereiche der Politik, der Erkenntnis oder der Religion in eine Krise ihrer Norma­tivität stürzen.

Zunehmend lässt sich nun eine gegenläufige Tendenz beobachten: Teile der Geistes-, Geschichts- und Kulturwissenschaften behaupten eine konstitutive Funktion des Ästhetischen für politische, epistemische und religiöse Praktiken. Statt im Ästhetischen einen externen Stör- und Krisenfaktor zu sehen, wird es nun entweder als wesentlich für das Gelingen oder Funktionieren dieser Praktiken akzentuiert oder als Schlüsselbegriff betrachtet, um die Begriffe des Wissens, des Politischen und Religiösen einer grundlegenden Revision zu unterziehen.

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